05 Dezember 2010

Nachtrag zur Weste

Bloggen ist wohl nichts für mich: Ich nähe lieber, statt darüber zu schreiben :-)
Die Pelzweste ist schon eine ganze Weile fertig und sieht von der einen Seite nun so aus:



Und von der anderen so:



Die ist wirklich superwarm, riecht allerdings immernoch ein bisschen nach Kanninchestall ;-)

22 November 2010

made in USA



Heute durfte ich ganz viele weiche Stoffrollen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten auspacken.
Jetzt kann der Winter kommen !

Die Weste ist übrigens auch fertig - aber die zeige ich dann morgen :-)

07 November 2010

wirklich warme Weste

Ich friere ja eh immer, und bei uns im Lager ist es soooo kalt! Eine Pelzweste soll mir nun helfen den Winter zu überleben. Zur Zeit sind die ja ganz modern, trotzdem ich habe bisher keine gefunden, die mir gefiel und bezahlbar war. Also mache ich jetzt selber eine.

Im großen Auktionshaus habe ich zu diesem Zweck 10 Kanninchenfelle erbeutet:


Damit habe ich dann einfach mal angefangen. Es stellte sich schnell heraus, dass das Material nicht ausreichen würde ... daher war 'Material-Mix' unvermeidbar, das macht aber nix, weil ich damit ja voll im Trend liege :-)



Die Seitenteile werde ich also stricken; und zwar mit Zopfmuster! Das habe ich ewig nicht mehr gemacht, verlernt man aber offensichtlich nicht:



Für die Inneseite brauchte ich auch noch was Passendes. Nach einigem hin und her habe ich mich für einen alten Wollmantel entschieden. Den hatte ich mal auf dem Trödel erstanden. Zwar passte er mir nicht, aber der Stoff ist wirklich schön. So schön, dass es nun eine Wendeweste wird:



Ich hoffe, das Projekt noch vor dem großen Kälteeinbruch fertig zu stellen, und werde es dann natürlich hier mit stolzgeschwellter Brust präsentieren :-)

31 Oktober 2010

Das Resteshirt

Es waren einmal zwei Stoffreste aus allerfeinster, mercerisierter Baumwolle, die waren unzertrennlich, weil sie so gut zusammen passten. Viele Monde harrten sie tapfer in meinem Stoffregal aus und träumten davon gemeinsam in die große weite Welt hinauszuziehen.
Dem bösen, gefräßigen Lumpensack waren sie schon bei einigen Aufräumaktionen entwischt, aber wäre beim nächsten mal wieder das Glück mit ihnen?
Schließlich waren sie von so unscheinbarer Farbe und jeder von ihnen von viel zu kleinem kleinem Format um sich in ein tragbares Kleidungsstück verwandeln zu können, aber gemeinsam haben sie es geschafft.
Und weil sie nicht gestorben sind, trage ich sie heute :-)



Das Schnittmuster ist von KwikSew, der helle Stoffrest sah so aus, der dunkle fast identisch:



Die beiden Stoffe habe ich aufeinander gelegt und in der Größe des Rückenteils mit reichlich Zugabe ausgeschnitten:



Das Ganze habe ich dann beherzt und diagonal in Streifen geschnitten:



Um es danach wieder zusammen zu setzten, aber diesmal immer abwechselnd eins von den hellen und dunklen Stücken. Zuerst einmal mit Stecknadeln:



Und dann mit dem 'genähten' Zickzackstich. Der sieht gut aus, und dehnt sich mit, wenn die Naht gedehnt wird:



Die sichtbaren Schnittkanten werden hoffentlich im Laufe der Zeit etwas ausfranseln und dem Shirt ein gerüttelt maß Vintage-Feeling verleihen :-)
Aus den beiden zusammengesetzten Stücken konnte ich nun das Vorder- und Rückenteil ausschneiden:



Die Ärmel habe ich gegen jede Regel der Schneiderkunst quer zum Maschenlauf ausgeschnitten, weil es wirklich nicht anders passte. Und noch mehr Teilungsnähte wollte ich eigentlich nicht machen...
Das Halsbündchen habe ich aus zwei Stücken zusammengesetzt, die Nähte sind aber im Nacken und kaum sichtbar. Genäht war das Shirt dann ratzfatz entsprechend der Anleitung. Es ist komplett auf einer einfachen Haushaltsmaschine genäht, die Säume und die Steppnaht am Halsbündchen habe ich mit der Zwillingsnadel gemacht. Zwar bin ich stolze Besitzerin einer Coverlock-Maschine, hatte aber keine Lust die einzufädeln ;-)

29 Oktober 2010

pimp my shirt



Das da oben ist ein 'Jigglypuff Plush Doll Backpack' den hat mein Großer in der Kanadischen eBucht ersteigert. Das plüschige Teil sollte als Geburtstagsüberraschung für seine Freundin dienen, schaffte aber leider den Weg über den Atlantik nicht rechtzeitig. Heute war Stichttag und kein Jigglypuff in Sicht ... oh je ...

War es Zufall oder Schicksal:
Da lagen noch zwei Flockfolien auf meinem Schreibtisch, in rosa und hellblau. Die Farben sind neu und mussten noch in den Shop geräumt werden. Ein fast neues T-Shirt in passender Größe fand sich in der Bügelwäsche, Tante Google lieferte auf Anfrage jede Menge Pummeluff-Bilder als Vorlage und eine halbe Stunde Zeit war auch noch.



Also Vorlage ausgesucht, vergrößert gedruckt, ausgeschnitten und auf der Folie drumrum gemalt. Wegen der knappen Zeit habe ich nicht besonders sorgfältig mit einer kleinen Schere ausgeschnitten. Die Einzelteile auf dem T-Shirt zusammengesetzt, aufgebügelt, fertig! Und hier das Resultat in ganzer Pracht:



Der Große fand es ganz gut - nicht so gut wie den Rucksack, aber OK
(Einzige Einschränkung: Das Shirt ist ausgezeichnet mit Gr.L ! Entspricht zwar nach den Maßen etwa Gr.36 und sitzt dann noch knapp, aber die junge Dame wäre da empfindlich...)

15 Oktober 2010

die Hose

ja, ich weiß, es war still hier im September ... ich war aber nicht ganz untätig sondern habe neben meinen üblichen Pflichten Unmengen von Hosen genäht - hier eine kleine Auswahl:



So ganz zufrieden bin ich ja nie, aber ich denke, dass ich das Projekt nun in die weite Welt entlassen darf: Hier ist die Hose für Alle :-)

22 August 2010

Meli hat gewonnen !

In der Tasche waren alle unsere einsamen Socken, deren Partner von der Waschmaschine gefressen wurden - und das sind ganz schön viele:



Ich sammele die Einzelstücke in diesem Korb, in der Hoffnung, irgendwann komplette Paare darin zu finden: Pustekuchen.
Was mich tröstet, ist dass alle Waschmaschinen so gefräßig sind:
www.fragenohneantwort.de

Ich bedanke mich beim eifrigen Rateteam: War ja gar nicht so einfach!
Darum bekommen alle die mitgemacht, aber nicht die Tasche gewonnen haben, den Schnitt, die Anleitung und bei Bedarf ein Stück Netz in einer Farbe nach Wahl, um sich selbst eine zu nähen :-)

An der Anleitung schreibe ich gerade, darum wird es leider noch ein wenig dauern.

21 August 2010

Gewinnspiel :-)

So, statt rumzubloggen und zu twittern war ich fleißig, habe ein ordentliches Schnittmuster gemacht, noch eine Tasche genäht und dabei an die 100 Fotos gemacht. Hier eines der Letzten:


Demnächst soll es nämlich eine Anleitung für diese schöne Tasche geben. Damit man auf den Fotos auch was erkennen kann, habe ich diesmal recht dezente Farben gewählt.
Außenmaterial ist Cordura 1100, Gefüttert ist die Tasche mit glänzendem Taft in türkis.

Ich habe ja inzwischen wirklich genug Taschen, darum gebe ich diese ab. Aber natürlich nicht einfach so:
Während ich das Ding so fürs Foto ausstopfte, dachte ich, dass ein Gewinnspiel mal ganz lustig wäre...
Wer also zuerst errät was ich in die Tasche gestopft habe, kann sie haben! Ich will es aber genau wissen :-)

Bitte Vorschläge hier als Kommentar abgeben. Es dürfen auch Fragen gestellt werden, sofern diese mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Fragen wie: "Ist der erste Buchstabe ein 'A' ?", werde ich natürlich nicht beantworten und der arme Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.


Also dann mal los, ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!
(Und falls es niemand errät, werde ich nach einer angemessenen Zeit der nahezu unerträglichen Spannung das gute Stück unter allen eifrigen Mitratern verlosen :-)

08 August 2010

Heinkel Jacke



Das da oben ist mein Heinkel, meine Schwester fährt Vespa. Zusammen haben wir vor zwei Wochen eine etwas längere Tour gemacht und sind auf dem Rückweg richtig nass geworden...

Für mich Anlass endlich die längst geplante Heinkel-Jacke zu nähen. Die sollte nicht nur zweckmäßig sein, sondern auch zum Roller passen - also ein gerüttelt Maß an 'Vintagefeeling' ausstrahlen ;-)

Da ich eh nur im Sommer fahre, genügt mir eine ungefütterte Jacke. Die sollte allerdings winddicht sein und notfalls etwas Regen abhalten. Der Schnitt 3764 von KwikSew schien mir als Grundlage gut geeignet, als Material habe ich etaProof in 'navy' ausgesucht.

Größe M hätte nach Maßtabelle genügt, da ich es aber gerne etwas lockerer habe und notfalls noch ein Fleecepulli drunter passt, habe ich die Größe XL ausgeschnitten.

Den Schnitt habe ich wegen meiner Körpergröße an den angegebenen Linien um zwei Zentimeter verlängert. Zusätzlich habe ich am Saum 4cm zugegeben weil die fertige Jacke knapp bis auf die Sitzbank reichen soll.

Das Rückenteil hat statt der Mittelnaht zwei seitliche Teilungsnähte bekommen. Weil die Schnittmuster von KwikSew bereits Nahtzugaben enthalten, habe ich die an der hinteren Mitte abgeschnitten und an den neuen Teilungsnähten 1,5cm angeklebt.

Vorne möchte ich unterhalb der Taille zwei große Paspeltaschen mit geknöpften Klappen haben.



Den Ärmel habe ich ebenfalls um 2 cm verlängert sowie den Schlitz für den Reißverschluss zum Abnäher vergrößert, damit die Ärmel unten enger sind und der Wind nicht reinpfeifen kann. Der bläst dann nämlich beim Fahren die ganze Jacke auf, was gar nicht schön ist ...



Reißverschlüsse und Druckknöpfe in 'altmessing' gab der Fundus noch her und nun habe ich die ultimative Heinkel-Jacke :-)

...etwas weit, Größe L hätte sicherlich auch genügt,
aber ansonsten ist sie genau so wie ich mir das vorgestellt hatte.
Die Ärmel sind auch in 'Fahrhaltung' lang genug und sitzen durch den Abnäher am Ellenbogen sehr gut. Unten lassen Sie sich mit Riegeln ganz eng knöpfen.



Damit die ungefütterte Jacke auch Innen schön aussieht, habe ich alle sichtbaren Nähte und Kanten mit kariertem Schrägband eingefasst. Die beiden Teilungsnähte im Rücken sind Kappnähte. Als Aufhänger dient ein Stückchen Ripsband, das gerade herumlag und zufällig die gleichen Farben hatte wie die Schrägbänder. Die Rückseiten der Taschenbeutel habe ich so breit zugeschnitten, dass sie jeweils von der Seitennaht bis zur vorderen Teilungsnaht reichen, wo sie unter dem Beleg verschwinden.



Hinten habe ich etwas unterhalb der Taille einen Streifen aufgenäht und ein breites Gummiband eingezogen. Das hält die Weite etwas zusammen. Für die nächste Saison werde ich die gleiche Jacke noch einmal nähen - aber dann mal in einer anderen Farbe und eine Nummer kleiner.

01 August 2010

für lau

gibts mal wieder was im Nähkästchen!

Eigentlich nähe ich lieber, darum dauert es mit der Dokumentation der Projekte immer eine Weile, oder es gibt einfach keine ...
zum Glück darf ich das selbst entscheiden :-)
Wegen des markanten Einsatzes von Reißverschlüssen habe ich diese kleine Tasche 'zipp' genannt.


Das erste Modell dieser Art war eigentlich nur ein Test, begleitet mich jetzt aber fast täglich.
Die Nächste ist dann etwas dezenter geworden. Nicht zuletzt, weil die Arbeitsschritte dokumentieren werden wollten und meine kleine Kamera Probleme mit Rottönen hat...

Anleitung und Schnitt gibts kostenlos, ich freue mich aber wie immer sehr über Feedback :-)

30 Juli 2010

die Discounter Philosophie

trifft auf Funfabric - heute mal ganz nachdenklich ohne bunte Bilder...

Ganz zufällig bin ich ein winziges Zähnchen an einem ganz kleinen Rädchen, in einem unüberschaubar riesigen System geworden:
Von der Zentrale eines großen Discounters erreichte mich vor einigen Wochen eine Anfrage in der um Daten gebeten wurde, mit deren Hilfe man einen offiziellen Lieferanten anlegen könnte um etwas aus meinem Angebot zu bestellen. Wow! Hatte ich Irgendetwas, was die nicht irgendwo billiger, schneller oder einfacher bekommen konnten? Meine Schuhgröße wollten Sie nicht wissen, aber sonst so ziemlich Alles, um dann zwei Rollen Nähgarn zu bestellen ....

Die habe ich dann flugs aber mit ungläubigem Kopfschütteln verschickt, die Rechnung wurde ordnungsgemäß beglichen und damit war der Fall für mich erst einmal erledigt.

Heute erreichte mich dann per Mail der 6seitige 'VerhaltensKodex für Lieferanten', den ich unterschrieben und gestempelt innerhalb einer vorgegebenen Frist zurücksenden soll.

Damit soll ich u.A. bestätigen meine Mitarbeiter mit 'Respekt und Würde' zu behandeln, angemessen zu entlohnen, keine Zwangsarbeiter und Kinder zu beschäftigen und sogar Allen das Recht auf eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft einzuräumen!

Was soll ich denn jetzt davon halten?

22 Juli 2010

Neoprenstoff

gibt es eigentlich nicht, weil Neopren ja kein Stoff ist, sondern so eine Art Gummi. Genau genommen ist es ein Chloropren-Kautschuk und 'Neopren' ist ein Markenname von Dupont.

Weil ich eine Vorliebe für ausgefallene Materialien habe, bin ich daran natürlich nicht vorbeigekommen. Das Zeug zu nähen ist allerdings eine echte Herausforderung, nach vielen Experiementen habe ich aber eine Kombination von Nadeln und Garn gefunden, mit der es selbst einfache Haushaltsnähmaschinen schaffen.

Erst dann habe ich Neopren ins Sortiment aufgenommen und seit dem gibt es das Material in vielen Farben im Funfabric-Shop.

Hier eines meiner ersten Experimente. Bei der Handytasche habe ich noch ziemlich viel mit der Hand genäht:



Die Laptoptasche habe ich dann mit der Maschine genäht. Na gut, Sieht nicht besonders spektakulär aus, ist aber wirklich sehr praktisch:




Inzwischen gibt es im Nähkästchen auch ein Nachmachprojekt aus Neopren. Bei den Flaschenkühlern macht sich Neopren unsichtbar im Inneren nützlich:

18 Juli 2010

urban survival kit

Es gibt da so einige, kleine Dinge, die der zivilisationsgeschädigte Primat schon mal vermisst, wenn er fern des gut sortierten, eigenen Haushaltes unterwegs ist. Ich habe hier mal eine kleine Auswahl zusammengestellt:



Auf dem täglichen Weg zum Discounter ist das ein oder andere davon vielleicht entbehrlich, bei längeren Ausflügen hat man einiges davon aber gerne dabei. Man kann den ganzen Krempel in einen Beutel stecken oder in Handtasche, Koffer und Kulturtasche verteilen. Sehr chic wäre allerdings ein kleines Utensilo, mit Fächern, Taschen und Schlaufen ...

Das war meine Vision für den zweiten Teil der Aufgabe, mit dem ich mich heute beschäftigt habe. Zwar bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich da nicht mal wieder etwas total Überflüssiges produziert habe, es hat aber echt Spaß gemacht :-)
Ich habe es 'urban survival kit' genannt und weil das Teil ja zur Tasche passen sollte, die Stoffreste davon verwendet, die ohnehin noch im Nähzimmer herumlagen. Geschlossen ist die Mappe etwa 15x18x4cm groß und sieht es aus:



Hinter der oberen Klappe habe ich in mehreren Einsteckfächern ein Notitzbuch, einen Kugelschreiber, ein Feuerzeug, eine Handcreme und ein Erfrischungstuch untergebracht:



Die Klappe auf der linken Seite soll eigentlich nur verhindern, dass etwas aus der geschlossenen Mappe herausfällt. Damit sie sich auch darüber hinaus nützlich machen kann und etwas mehr Stabilität hat, habe ich zwei Klarsichttaschen aufgenäht.
Die Briefmarken und die Speicherkarte sind fürs Überleben nicht ganz so wichtig wie die übrigen Dinge, waren aber ganz dekorativ und gerade zur Hand ;-)

Im Mittelteil kommen nun zwei Netztaschen zum Vorschein. Die untere hat einen Reißverschluss und es sind ein paar Pflaster und Schnürsenkel drin.



Die obere Tasche ist dreigeteilt. Links ist eine Dose Tigerbalsam drin, rechts einige Gummiringe und in der Mitte Zahnstocher. Damit die nicht rausfallen gibts eine Klappe mit Klettverschluss:



Wenn man den Druckknopf in der Mitte öffnet, kann man die beiden kleinen Taschen nach oben und unten wegklappen. Zum Vorschein kommt dann oben eine Netztasche, in der ein kleiner Taschenspiegel untergebracht ist.
In der Mitte sind Schlaufen für eine Pinzette, eine Schere, eine kleine Taschenlampe, eine Lupe und ein Taschenmesser.



Ganz unten sind drei Garnrollen und ein paar Haarklammern. Unter der Klappe aus Filz verbergen sich Nähnadeln und Sicherheitsnadeln:



Der Inhalt des 'urban survival Kit' würde bei jedem Besitzer anders aussehen. Ein Raucher hat z.B. ein Feuerzeug in jeder Tasche, da braucht er keines in dieser Mappe. Auf rudimentäres Nähzeug kann ich natürlich auch nie verzichten. Ich habe z.B. mal den Eingang des Moskitonetztes über meinem Hotelbett zugenäht, weil die hungrigen Mücken den schnell gefunden hatten.

Mich würde ja mal interessieren, was Ihr so einpacken würdet ?

17 Juli 2010

Multitasking

Obwohl mindestens zwei meiner begonnen Projekte noch sehr weit davon entfernt sind als 'abgeschlossen' bezeichnet werden zu können, musste ich gerade dringend etwas Neues anfangen :-)
Damit es nämlich mit dem kleinen Handtaschenprojekt etwas zügiger weiter geht, habe ich mich an dieser Aktion beteiligt.

So habe ich versucht mich selbst ein bisschen zu motivieren noch eine kleine, flache Handtasche zu nähen. Weil die nämlich eigentlich ganz pfiffig und trotzdem recht einfach zu machen ist, möchte ich gerne eine Anleitung dazu schreiben. Doch um zwei gleiche Teile hintereinander zu nähen muss ich meinen inneren Schweinehund ganz schön fest treten.



Darum habe ich mich an der Nährunde im Forum beteiligt. Das Thema ist innerhalb von zwei Wochen eine Tasche zu nähen und irgend ein weiteres Teil, was dazu passt. Ich habe dann erst einmal so eine Art Schnittmuster gezeichnet (s.o.) und losgelegt. Weil ich ja bei der ersten schon etwas geübt hatte, war diese Tasche recht schnell fertig:



Nun brauche ich noch etwas, was dazu passt. Zunächst dachte ich daran ein Portemonnaie zu nähen, aber im Grunde habe ich da wenig Lust zu, weil ich davon schon ziemlich viele gemacht habe.

Eben ist mir dann etwas Anderes eingefallen was zur Tasche passen könnte und wofür ich durchaus Verwendung hätte: Schon wieder ein ganz neues Projekt, aber nur ein ganz kleines ;-)
Das werde ich dann im nächsten Beitrag vorstellen, sonst wird dieser hier zu lang.

Die Anleitung für die kleine Handtasche muss dann erst einmal warten, aber ich habe zumindest schon ganz viele Fotos dafür gemacht. Außerdem in der Warteschleife ist noch eine geräumige Tasche im Bowling-Stil. Groß genung für einen Wochenendtrip oder auch für Sportsachen. Die Tasche hat einen festen Boden und die umlaufende Paspel hält sie zusätzlich in Form. Das erste Modell habe ich aus zweifarbig gewebtem Nylonstoff genäht:



Für das zweite Modell habe ich einen Kissenbezug vom Trödel geopfert. Diese Tasche gefiel mir eigentlich besser und ich hatte sie bereits fest als Begleitung für ein Wochenende am Meer eingeplant, sie hat aber kurzfristig schon eine neue Besitzerin gefunden:



Na, macht ja nix, ich kann ja nähen :-)
Auch für diese Tasche möchte ich noch eine Anleitung schreiben, aber jetzt ist erst einmal mein neues 'Kleinprojekt' dran - wenn mir nicht plötzlich wieder etwas ganz anderes einfällt ;-)

07 Juli 2010

Alltagstauglich

ist die kleine Bunte Tasche, die eigentlich nur als Versuchsmodell geplant war. Sie ist handlich, leicht, unempfindlich und lässt sich fest verschließen.
Darum hat sie sich in den letzten Tagen vor Allem als Begleiter auf dem Heinkel bewährt.


Die Tasche ist aus Rucksacknylon in verschiedenen Farben genäht und mit Tactel gefüttert. Sie ist eigentlich ganz flach, wird aber geräumiger, wenn man den umlaufenden Reißverschluss öffnet.
Die kleine Außentasche ist nur am oberen Rand befestigt. Innen gibts noch eine Reißverschlusstasche und ein Band für den Schlüssel (weil ich den immer suche...)

05 Juli 2010

Towel Day

ist jedes Jahr am 25. Mai, ich bin also mal wieder ein bisschen spät dran...



Dass ein Handtuch so ungefähr das Nützlichste ist, was der interstellare Anhalter besitzen kann, hat sich ja inzwischen auch bei den sesshaften Erdenbürgern herumgesprochen. Neben den im Reiseführer erwähnten Einsatzzwecken kann man daraus aber auch nützliche Dinge nähen. z.B. einen kuscheligen Bademantel mit praktischem Reißverschluss:

03 Juli 2010

die Waffeln einer Frau



(Mein privater Kampfmittelräumdienst hat die Kalorienbomben inzwischen ordungsgemäß vernichtet.
Ist auch besser so, schließlich habe ich gar keinen Waffelschein...)

01 Juli 2010

18 Juni 2010

Rollenkonflikte


gibt es in vielen Lebenslagen - auch, oder gerade am Arbeitsplatz: In einer ehemaligen Besteckfabrik hatten sich einige Firmen eingemietet. In den wunderschön gefliesten Herrenumkleideräumen war derzeit das Funfabric-Lager untergebracht. Nebenan wurde mit Bestecken gehandelt, und daneben mit diversen Schneidwaren. In der großen Halle wurden Galvanikbehälter gebaut und darüber Solaranlagen. Dann gab es da noch diverse Büros, deren Mieter häufig wechselten - meist waren es Callcenter...
Und wenn mal jemand musste, standen dafür sanitäre Einrichtungen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.
Allerdings gab es da kein Papier - das musste Jede/r selbst mitbringen. Und wenn die Rolle denn am zur Mieteinheit gehörenden Örtchen stationiert wurde, wechselte sie schon mal eigenmächtig, auf wundersame Weise die Kabinen.
Frau T., eine Mitarbeiterin des Schneidwarenhändlers, war am härtesten getroffen, da Sie offenbar das weicheste, oder überhaupt immer Klopapier hatte...
Der Ärger darüber veranlasste Sie dazu handgeschriebene Warnungen am in ihrer Kabine montierten Papierrollenhalter anzubringen und alle in Frage kommenden Rollendiebe persönlich anzusprechen - so auch mich...
Ich wiederum war in der bevorzugten Lage über eine Toilette innerhalb meiner Mieträume verfügen zu können, in welcher ich einen ausreichenden Vorrat an (4-lagigem!) Klopapier aufbewahrte, wovon sich Frau T. selbst überzeugen konnte.

Damit war ich aus dem Schneider, nicht mehr im Kreise der Verdächtigen und eine Verbündete. Meinen Vorschlag, ihr Papier einfach in ihrem Schreibtisch zu stationieren fand bei Frau T. keine Zustimmung, da sie nicht mehrmals täglich mit einer Rolle Klopapier unterm Arm über Hof und Flur laufen wollte.

Und da sie eigentlich immer sehr nett und freundlich war, habe ich Ihr die oben abgebildete Klopapierrollenschutzhülle mit integriertem Abroller genäht.
Die kann man ganz lässig wie eine Handtasche tragen :-)
Frau T. hat sich sehr darüber gefreut, oder zumindest hat sie so getan. Ob Sie das Teil auch regelmäßig benutzt, weiß ich leider nicht, weil wir inzwischen mit unserem Lager umgezogen sind.

Zunächst eigentlich als Spaß gedacht, fand ich den Rollenhalter aus LKW-Plane im nachhinein gar nicht mal so unpraktisch - im Büro schon, aber auf einem Zeltplatz oder in einer Studenten-WG könnte er sich durchaus nützlich machen.
Darum habe ich mich dem Projekt noch einmal gewidmet. Das mit dem Reißverschluss sah ja ganz lustig aus, war aber in der Handhabung nicht sehr überzeugend und die Verarbeitung war sehr 'frickelig'. Das neue Modell sieht daher etwas anders aus. Weil ich keinen Baum in der Nähe hatte, und auch nicht besonders gut fotografieren kann, habe ich mit den neuen Prototypen einen netten Blogger in der Nachbarschaft besucht.



Der zeigte sich zunächt etwas amüsiert, hat aber sehr schöne Fotos gemacht und durfte dafür natürlich ein Modell behalten.



Alle Anderen, die solch eine praktische, dekorative Klopapierschutzhülle besitzen möchten, müssen selbst tätig werden. Dafür gibts demnächst eine Anleitung im Nähkästchen.
Um die zu machen, muss ich jetzt aber erst noch mal an die Nähmaschine...