18 Juli 2010

urban survival kit

Es gibt da so einige, kleine Dinge, die der zivilisationsgeschädigte Primat schon mal vermisst, wenn er fern des gut sortierten, eigenen Haushaltes unterwegs ist. Ich habe hier mal eine kleine Auswahl zusammengestellt:



Auf dem täglichen Weg zum Discounter ist das ein oder andere davon vielleicht entbehrlich, bei längeren Ausflügen hat man einiges davon aber gerne dabei. Man kann den ganzen Krempel in einen Beutel stecken oder in Handtasche, Koffer und Kulturtasche verteilen. Sehr chic wäre allerdings ein kleines Utensilo, mit Fächern, Taschen und Schlaufen ...

Das war meine Vision für den zweiten Teil der Aufgabe, mit dem ich mich heute beschäftigt habe. Zwar bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich da nicht mal wieder etwas total Überflüssiges produziert habe, es hat aber echt Spaß gemacht :-)
Ich habe es 'urban survival kit' genannt und weil das Teil ja zur Tasche passen sollte, die Stoffreste davon verwendet, die ohnehin noch im Nähzimmer herumlagen. Geschlossen ist die Mappe etwa 15x18x4cm groß und sieht es aus:



Hinter der oberen Klappe habe ich in mehreren Einsteckfächern ein Notitzbuch, einen Kugelschreiber, ein Feuerzeug, eine Handcreme und ein Erfrischungstuch untergebracht:



Die Klappe auf der linken Seite soll eigentlich nur verhindern, dass etwas aus der geschlossenen Mappe herausfällt. Damit sie sich auch darüber hinaus nützlich machen kann und etwas mehr Stabilität hat, habe ich zwei Klarsichttaschen aufgenäht.
Die Briefmarken und die Speicherkarte sind fürs Überleben nicht ganz so wichtig wie die übrigen Dinge, waren aber ganz dekorativ und gerade zur Hand ;-)

Im Mittelteil kommen nun zwei Netztaschen zum Vorschein. Die untere hat einen Reißverschluss und es sind ein paar Pflaster und Schnürsenkel drin.



Die obere Tasche ist dreigeteilt. Links ist eine Dose Tigerbalsam drin, rechts einige Gummiringe und in der Mitte Zahnstocher. Damit die nicht rausfallen gibts eine Klappe mit Klettverschluss:



Wenn man den Druckknopf in der Mitte öffnet, kann man die beiden kleinen Taschen nach oben und unten wegklappen. Zum Vorschein kommt dann oben eine Netztasche, in der ein kleiner Taschenspiegel untergebracht ist.
In der Mitte sind Schlaufen für eine Pinzette, eine Schere, eine kleine Taschenlampe, eine Lupe und ein Taschenmesser.



Ganz unten sind drei Garnrollen und ein paar Haarklammern. Unter der Klappe aus Filz verbergen sich Nähnadeln und Sicherheitsnadeln:



Der Inhalt des 'urban survival Kit' würde bei jedem Besitzer anders aussehen. Ein Raucher hat z.B. ein Feuerzeug in jeder Tasche, da braucht er keines in dieser Mappe. Auf rudimentäres Nähzeug kann ich natürlich auch nie verzichten. Ich habe z.B. mal den Eingang des Moskitonetztes über meinem Hotelbett zugenäht, weil die hungrigen Mücken den schnell gefunden hatten.

Mich würde ja mal interessieren, was Ihr so einpacken würdet ?

Kommentare:

Elawen hat gesagt…

wow.. Ich hab es eben im Nähcafe-Fred gesehen und war schlichtweg begeistert. Und unnütz ist das gar nicht, dieser ganze Kleinkram, den man IMMER dann braucht, wenn er nicht da ist ;), fliegt sonst lose in der Tasche rum. Und wenn frau GROSSE Taschen hat, hat frau ganz schnell ein Problem :D

LG Sandra

Friesenliese hat gesagt…

Ich habs gerade bei Twitter gelesen - genial! Ich glaube, sowas nähe ich Schatz zu Weihnachten für seinen Angelkoffer :-)))

Frau Meyer hat gesagt…

das Teil habe ich nun im Auto deponiert und den Kugelschreiber sogar schon mal gebraucht ;-)

Anonym hat gesagt…

Super, sehr professionell ausgedacht und umgesetzt - Klasse!