heute hatte ich einen Brief von der Staatsanwaltschaft Limburg/Wetzlar im Briefkasten. Mein erster Gedanke: Au weia, habe ich einen Fehler gemacht ???
Also Brief öffnen, lesen und schlauer sein: Man schreibt mir dass im Ermittlungsverfahren gegen 'XXX' wegen Verdacht des Betruges von der Verfolgung abgesehen wird und es werden einige Gründe dafür genannt.
Der gewichtigste davon ist wohl, dass 'XXX' noch gerade so minderjährig ist und bisher nicht unangenehm aufgefallen war.
Und was hat er verbrochen? Er hat sich mit meinen Daten bei diversen Kostenpflichtigen Internetportalen angemeldet, worüber ich vor einigen Montaen bereits gejammert hatte...Die Betreiber der betreffenden Webseiten haben mit schöner Regelmäßigkeit Lastschriften von meinem Konto eingezogen, die ich mit der gleichen Regelmäßigkeit immer wieder zurückgegeben habe. Dann bekam ich viel Post von Inkasso-Anwälten...
Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass man aufgrund meiner Anzeige bei der Kripo den Täter ermitteln würde. Das hatte ich nur gemacht, um die lästigen Geldeintreiber loszuwerden.
Nun habe ich Namen des kleinen Verbrechers, den Rest wusste Tante Google ... ob ich mal was in das Gästebuch auf seiner Homepage schreiben soll ?
24 Februar 2010
21 Februar 2010
schicka schoppa
nun, genug über das Wetter geplaudert, jetzt wird wieder genäht !
Die Räum- und Renovierungsarbeiten sind so gut so gut wie abgeschlossen, die Nähmaschine an Ihrem Platz und einsatzbereit :-)
Ganz frisch im FunFabric-Shop sind sehr große Ösen aus Kunststoff. Danach hatte ich gesucht, weil ich solche für ein geplantes Projekt brauchte: Eine schöne, große, stabile Einkaufstasche:

Die Tasche ist etwa 45x45cm groß und die Griffe sind lang genug, um sie über der Schulter tragen zu können. Aber wiederum auch kurz genug, um die Tasche nicht über den Boden zu schleifen, wenn man sie mit der Hand trägt.
Für den oben abgebildeten Prototypen habe ich neben den vier Ösen nur etwas LKW-Plane, ein Stück PVC-Gewebe und Gurtband gebraucht.

Die abgebildeten Bodennägel hatte ich eigentlich vorgesehen, aber dann doch nicht eingebaut. Während des Nähens gab es natürlich Komplikationen. Z.B. musste ich feststellen, dass meine Maschine trotz Titannadel mit 6 Lagen LKW-Plane eindeutig überfordert war.
(Ich nähe alle Fun-Fabric-Modelle auf einer älteren Haushaltsnähmaschine, damit jeder sie auch ohne riesen Maschinenpark und Spezialwerkzeug problemlos nachnähen kann.)
Dieser Kleber hat das Projekt gerettet, ich denke, er wird ins Sortiment aufgeommen:

Für die Anleitung werde ich jetzt noch ein Modell nähen. Mit etwas mehr Schnickschnack vielleicht ... und die kommt dann natürlich ins Nähkästchen ...
Die Räum- und Renovierungsarbeiten sind so gut so gut wie abgeschlossen, die Nähmaschine an Ihrem Platz und einsatzbereit :-)
Ganz frisch im FunFabric-Shop sind sehr große Ösen aus Kunststoff. Danach hatte ich gesucht, weil ich solche für ein geplantes Projekt brauchte: Eine schöne, große, stabile Einkaufstasche:

Die Tasche ist etwa 45x45cm groß und die Griffe sind lang genug, um sie über der Schulter tragen zu können. Aber wiederum auch kurz genug, um die Tasche nicht über den Boden zu schleifen, wenn man sie mit der Hand trägt.
Für den oben abgebildeten Prototypen habe ich neben den vier Ösen nur etwas LKW-Plane, ein Stück PVC-Gewebe und Gurtband gebraucht.

Die abgebildeten Bodennägel hatte ich eigentlich vorgesehen, aber dann doch nicht eingebaut. Während des Nähens gab es natürlich Komplikationen. Z.B. musste ich feststellen, dass meine Maschine trotz Titannadel mit 6 Lagen LKW-Plane eindeutig überfordert war.
(Ich nähe alle Fun-Fabric-Modelle auf einer älteren Haushaltsnähmaschine, damit jeder sie auch ohne riesen Maschinenpark und Spezialwerkzeug problemlos nachnähen kann.)
Dieser Kleber hat das Projekt gerettet, ich denke, er wird ins Sortiment aufgeommen:

Für die Anleitung werde ich jetzt noch ein Modell nähen. Mit etwas mehr Schnickschnack vielleicht ... und die kommt dann natürlich ins Nähkästchen ...
02 Februar 2010
Holle Holle Holle

...so heißt die garstige, alte Frau, die offensichtlich über einen nahezu unerschöpflichen Vorrat an himmlischen Federbetten verfügt. Heute hat sie ja noch mal gründlich nachgelegt und damit meine Hoffnungen auf ein baldiges Ende dieses harten Winters begraben. Dabei tut es mir sicherlich ganz gut, mindestens ein mal am Tag eine Stunde durch die verschneite Stadt zu stapfen um mich im knapp 2km entfernten Lager um den Versand zu kümmern.
Mal abgesehen von der gesundheitlich föderlichen, körperlichen Ertüchtigung, sehe ich so Dinge, die mir bei der üblichen Autofahrt entgehen würden.
So konnte ich endlich mal die Auslagen der kleinen Läden an der Neuenhofer Straße aus der Nähe begutachten, und mich wundern, wie viele Friseurgeschäfte es dort gibt.
Die Dönerbude, in der ich noch nie Kunden gesehen habe, und die monatlich den Besitzer wechselt, hat jetzt auch eine Laterne mit Kerze vor der Tür stehen - wie die seit Jahren sehr gut gehende Pizzeria ein paar Meter weiter.
Das Iglu, dessen Rohbau ich gestern im Vorbeigehen bewundern durfte, hatte heute bereits ein Dach und eine Sitzgelegenheit im Inneren.
Es steht in der Siedlung des 'Spar und Bau Vereins', welche ich auf meiner täglichen Tour durchquere und mich dabei permanent der vorbildlich geräumten Gehwege erfreue.
In der Einfahrt zum Lidl-Markt liegt dagegen ein massiver Gletscher.
In einem Fenster an der Gasstraße steht eine hölzerne Gliederpuppe auf, wie Sie Maler benutzen. Dieses Exemplar hält ganz liebevoll einen Frosch aus Stoff, der wie Kermit aussieht, in den Armen: Ein ganz entzückendes Arrangement !
Das monotone weiß-grau der urbanen Winterlandschaft wird entlang der Gehwege durch einige blassgelbe Farbtupfer aufgelockert, welche pelzige Vierbeiner beim Gassigang hinterließen.
Mit ein wenig gutem Willen kann man jeder Situation etwas Positives abgewinnen. Mein Zweitgeborener hat z.B. mit einfachsten Mitteln ein ausgedientes Skateboard zu einem Mini-Snowboard umgebaut.
Ich hoffe dass der Praxistest verletzungsfrei verläuft:


31 Januar 2010
Eingeschneit

Ich mochte den mitteleuropäischen Winter noch nie: Ist mir zu kalt, zu matschig und zu wenig bunt! Einer Großstadt in der rheinischen Tiefebene entstammend, wurde ich in recht milden Wintern groß. Hier, im nur wenige Kilometer entfernten Bergischen Land regiert er schon mal etwas strenger. Der heutige Blick aus dem Fenster hatte zwar was von Postkartenidylle, aber ich möchte nicht da raus ... mit warmem Mantel, Schal, Mütze Handschuhen und wetterfestem Schuhwerk fühle ich mich wie eine Mumie.
Ich habe ja nun schon den ein oder anderen Winter erlebt, die meisten waren gar nicht so schlimm, aber dieser ist schon eine harte Prüfung.
Das eingeschneite Ding am unteren Bildrand ist (m)ein Auto mit Sommerreifen. Darum mache ich zur Zeit die unvermeidichen Touren zu Fuß ;-)
Mein Büro ist im Haus, der Öltank voll, der Lebensmitteldiscounter nur wenige Meter entfernt, und die DSL-Verbindung funktioniert zuverlässig. Mein Überleben ist also bis zum Frühjahr einigermaßen gesichert.
14 Januar 2010
Patchwork
ist 'Flickwerk' - ursprünglich keine Beschäftigung für gelangweilte Wohlstandsbürgerinnen, sondern notwendige, aber nichtsdestotrotz optisch sehr ansprechende Resteverwertung.

Aus kleinen Musterstücken von Dekostoff in verschiedenen Farben und Mustern habe ich diese Kissen für unser neues Sofa genäht. Ging ratzfatz und war das erste Projekt aus meinem 'neuen' Nähzimmer. Da wir die komplette Wohnung umgeräumt haben, muss ich jetzt erst mal 'Heimdeko' zu nähen bevor ich mich wieder den interessanteren Dingen widmen darf.
Die Siedlerfrauen in der neuen Welt schufen wahre Kunstwerke indem sie brauchbare Stücken verschlissener Texilien neu zusammen setzten. Mir fehlt es an der nahezu unendlichen Geduld der Amish...
Daher war Patchwork nie mein Thema. Doch vor mehr als 20 Jahren, hatte ich in fitzeligster Kleinarbeit eine Decke für mein erstes Kind genäht - aus dem Musterblock eines Bettwäschestoffherstellers. Das gute Stück tauchte während unserer Auf- und Umräumaktion wieder auf:

Die Musterstücke aus Baumwolldamast in verschiedenen Pastellfarben und Webmustern hatte ich in winzige Dreiecke und Streifen geschnitten und diese dann zu einer Fläche zusammen gesetzt. Das ganze habe ich dann mit einer Zwischenlage aus Sweatshirtstoff auf einen dünnen Baumwollstoff gesteppt und dann den Rand eingefasst. Die Decke ist etwa 135x95cm groß und wurde wirklich benutzt.

jetzt kommt sie wieder ganz oben in den Schrank bis ich sie vielleicht irgendwann einmal einem Enkel 'vererben' kann.

Aus kleinen Musterstücken von Dekostoff in verschiedenen Farben und Mustern habe ich diese Kissen für unser neues Sofa genäht. Ging ratzfatz und war das erste Projekt aus meinem 'neuen' Nähzimmer. Da wir die komplette Wohnung umgeräumt haben, muss ich jetzt erst mal 'Heimdeko' zu nähen bevor ich mich wieder den interessanteren Dingen widmen darf.
Die Siedlerfrauen in der neuen Welt schufen wahre Kunstwerke indem sie brauchbare Stücken verschlissener Texilien neu zusammen setzten. Mir fehlt es an der nahezu unendlichen Geduld der Amish...
Daher war Patchwork nie mein Thema. Doch vor mehr als 20 Jahren, hatte ich in fitzeligster Kleinarbeit eine Decke für mein erstes Kind genäht - aus dem Musterblock eines Bettwäschestoffherstellers. Das gute Stück tauchte während unserer Auf- und Umräumaktion wieder auf:

Die Musterstücke aus Baumwolldamast in verschiedenen Pastellfarben und Webmustern hatte ich in winzige Dreiecke und Streifen geschnitten und diese dann zu einer Fläche zusammen gesetzt. Das ganze habe ich dann mit einer Zwischenlage aus Sweatshirtstoff auf einen dünnen Baumwollstoff gesteppt und dann den Rand eingefasst. Die Decke ist etwa 135x95cm groß und wurde wirklich benutzt.

jetzt kommt sie wieder ganz oben in den Schrank bis ich sie vielleicht irgendwann einmal einem Enkel 'vererben' kann.
11 Januar 2010
Zeitraffer
so, hier eine kurze Zusammenfassung der blogfreien Wochen und Monate:
Wegen des geplanten Umzuges gab es viel zu tun, und das war ja auch mal ein Grund richtig gründlich aufzuräumen. Jede Menge alten Plunder bin ich in der eBucht losgeworden, den Rest in der städtischen Müllverbrennung.
Und dann bin ich doch in der alten Wohnung geblieben ... das hat einige Gründe, einer davon ist wohl der Blick aus dem Fenster:

Zum Nähen blieben da in dem ganzen Chaos weder Zeit noch Muße, aber gestrickt habe ich :-)
Das habe ich seit 20 Jahren nicht mehr gemacht, aber manche Dinge verlernt man wohl nicht. Mein Zweitgeborener wünschte sich eine 'Inka-Mütze'. Die Form habe ich von einem Greenpepper-Schnittmuster abgeguckt und dann mit sündhaft teurer Alpakawolle und neuen Bambus-Nadeln lustig drauf los gestrickt:

Das Ergebnis gabs dann zu Weihnachten und wird seit dem fast rund um die Uhr getragen. Die aktuelle Wetterlage ist sicherlich auch ein guter Grund für solch eine wärmende Kopfbedeckung:

Angestrichen hatte ich auch schon lange nicht mehr, macht mir auch weniger Spaß als Stricken, verschafft aber großflächige Erfolgserlebnisse:
Wegen des geplanten Umzuges gab es viel zu tun, und das war ja auch mal ein Grund richtig gründlich aufzuräumen. Jede Menge alten Plunder bin ich in der eBucht losgeworden, den Rest in der städtischen Müllverbrennung.
Und dann bin ich doch in der alten Wohnung geblieben ... das hat einige Gründe, einer davon ist wohl der Blick aus dem Fenster:

Zum Nähen blieben da in dem ganzen Chaos weder Zeit noch Muße, aber gestrickt habe ich :-)
Das habe ich seit 20 Jahren nicht mehr gemacht, aber manche Dinge verlernt man wohl nicht. Mein Zweitgeborener wünschte sich eine 'Inka-Mütze'. Die Form habe ich von einem Greenpepper-Schnittmuster abgeguckt und dann mit sündhaft teurer Alpakawolle und neuen Bambus-Nadeln lustig drauf los gestrickt:

Das Ergebnis gabs dann zu Weihnachten und wird seit dem fast rund um die Uhr getragen. Die aktuelle Wetterlage ist sicherlich auch ein guter Grund für solch eine wärmende Kopfbedeckung:

Angestrichen hatte ich auch schon lange nicht mehr, macht mir auch weniger Spaß als Stricken, verschafft aber großflächige Erfolgserlebnisse:
01 Januar 2010
auf ein Neues...
nach längerer Schreibpause melde ich mich mit den allerbesten Vorsätzen zurück. Das vergangene Jahr würde ich persönlich nicht zu meinen besten zählen, daher habe ich es in aller Ruhe verabschiedet.
Für den Fall, dass ich es nicht mitbekommen haben sollte, hat ein freundlicher Zeitgenosse mich noch mal im dünnen Neuschnee auf den Beginn des neuen Jahrzehnts hingewiesen - danke:

Euch allen da draußen und nicht zuletzt mir selbst, wünsche ich ein großartiges, neues Jahr!
Für den Fall, dass ich es nicht mitbekommen haben sollte, hat ein freundlicher Zeitgenosse mich noch mal im dünnen Neuschnee auf den Beginn des neuen Jahrzehnts hingewiesen - danke:

Euch allen da draußen und nicht zuletzt mir selbst, wünsche ich ein großartiges, neues Jahr!
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